Die Pflanzen der Welt von A bis Z

Kräuter- & Gewürzlexikon

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Basilikum (Ocimum basilicum)
Klasse:
Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung:
Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie:
Lippenblütler (Lamiaceae)
Gattung:
Basilikum (Ocimum)

Basilikum (Ocimum basilicum)
Bild: FocalPoint, wikimedia

Basilikum (Ocimum basilicum)

Basilikum (Ocimum basilicum)

Basilikum ist ein Gewürz- und Heilkraut. Sein Anbau geht bis weit über 3000 Jahre zurück, auch die Ägypter und die Römer kannten Basilikum bereits. Das Kraut gibt es in etwa 40 verschiedenen Sorten und wird auch Basilienkraut oder Herrenkraut genannt. Europäischer Basilikum stammt aus dem Mittelmeerraum. Der Name Basilikum leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet: "königliche Heilpflanze". Das Kraut stammt ursprünglich aus Indien, von wo es im 12. Jahrhundert nach Mitteleuropa und von dort erst im 16. Jahrhundert nach England gelangte.

Die Pflanze:

In unseren Breiten kann Basilikum nur einjährig kultivieren werden, da die Pflanze keinerlei Frost verträgt. In Indien ist Basilikum eine mehrjährige, ausdauernde und strauchartig wachsende Pflanze.

Die länglich-ovalen, leicht gewölbten Blätter haben eine hell- bis dunkelgrüne Farbe und sitzen an aufrechten, reich verzweigten Stängeln. Die Schmetterlingsblüten sind je nach Sorte weiß, gelblichweiß oder rötlich gefärbt, die eiförmig oder länglich geformten Blätter grün bis weinrot. Die Pflanzen 20 - 60 cm hoch werden.

Sorten:

Vom Basilikum gibt es etwa 60 Sorten mit Wuchshöhen von 25-60cm. Zusätzlich unterscheidet sich Basilikum in der Farbe (grün, rot gelbgrün und sogar violett), der Blattform (spitz, lanzettenförmig, gewölbt oder gezackt) und der Blattfläche (blasig,wellig) und natürlich dem Geruch und dem Geschmack (Zitrone, Zimt und Anis). Kleinblättrige Sorten sind intensiver im Aroma als Großblättrige.

Kleinblättriger Basilikum: Intensiv im Geschmack. Verträgt volle Sonne, aber auch Dauerregen.

Spitzblättriger Basilikum:

Thai - Basilikum: Exotisch würzig, leicht scharf. Verträgt einen sonnigen Platz.

Violetter Basilikum: Geschmacklich ist kaum ein Unterschied festzustellen. Aber seine violette Farbe eignet sich vorzüglich als Dekoration verschiedener Speisen und beim Zerkleinern oxidiert diese Sorte nicht so schnell. Die Pflanze ist robuster, liebt Wärme, viel Wasser und verträgt auch einen weniger schattigen Standort.

Anbau:

Basilikum liebt einen sonnig warmen Standort und einen nährstoffreichen, humosen Boden. Bei Basilikum handelt es sich um einen Lichtkeimer! Das heisst, die Samen dürfen nicht mit Erde bedeckt werden. Die Pflanze muss immer feucht gehalten werden, wobei Staunässe zu vermeiden ist. Die Pflanze eignet sich auch sehr gut für eine Kübelbepflanzung. Sie benötigt vor allem viel Licht und viel Wärme (15 bis 20 Grad Celsius), darf jedoch keinem Wind ausgesetzt werden. Für den Frischverzehr sollte man die untersten Blätter abpflücken, so kann die Pflanze ungestört weiter wachsen. Soll der Basilikum am Blühen gehindert werden, sollten stets ganze Triebe abgeerntet werden.

Achtung: Die Pflanze zieht Nacktschnecken magisch an.

Inhaltsstoffe:

Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Ätherische Öle und Gerbstoffe.

Verwendung in der Küche:

Getrocknet wird es für Suppen und Soßen verwendet. Frisch wird es u.a. für Tomaten, Mozzarellakäse, Pizza und Pesto gebraucht. Die frischen kleingeschnittenen Blätter nur kurz in den heißen Speisen erwärmen, auf keinen Fall mitkochen. Dann bleibt das Aroma voll erhalten. 

Da sich das Aroma beim Trocknen schnell verflüchtigt, wird Basilikum zum Konservieren gerne in Öl oder Essig eingelegt.

Tipps:

  • Geerntet werden die frischen Blätter. Um die Erntezeit zu verlängern empfiehlt es sich die Blütenansätze frühzeitig herauszubrechen.
  • Basilikumblätter sollten frisch verwendet werden, da sie getrocknet im Lauf weniger Wochen alles Aroma verlieren.
  • Nach dem Abernten hält sich das Aroma am besten, indem man die Blätter einfriert.

Medizinische Anwendung:

In der Pharmazie wird der Basilikum auch Herba Basilici genannt. Im Mittelalter wurden dem Basilikum vielerlei heilende Wirkungen zugeschrieben.

  • Basilikum wirkt appetitanregend, beruhigend, fiebersenkend und krampflösend.
  • Verwendet wird es außerdem als Gurgelmittel bei Halsentzündungen und für Umschläge bei eiternden und schlecht heilenden Wunden.
  • Basilikum wirkt heilend bei vielen Erkrankungen der Harnorgane, bei Darmentzündungen, Magenkrämpfen, Erbrechen, Blähungen und Verstopfung.
  • Als Tee trinkt man das Kraut bei Blähungen und Magenverstimmungen, aber auch bei Unruhe, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Rheuma oder Arthritis.
  • Basilikumöl auf die Schläfen gerieben soll Kopfschmerzen vertreiben.
  • Äußerlich angewendet soll es bei Infektionen der Haut und Insektenstichen helfen.

Basilikumöl stimuliert die Gebärmutter; nur während der Wehen zur Beschleunigung der Geburt verwenden. Nicht während der Schwangerschaft verwenden!

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