Gewöhnlicher Feldsalat (Valerianella locusta)

Der Gewöhnliche Feldsalat

wird auch Ackersalat, Rapunzelsalat, Mausöhrchen, in Österreich Vogerlsalat und in der Schweiz auch Nüsslisalat genannt.

Er wurde früher als Wildgemüse am Acker- oder Wiesenrand gesammelt und vermarktet. Erst im letzten Jahrhundert ist Feldsalat eine Kulturpflanze geworden.

Verbreitung/Vorkommen:

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in in Europa, in Makaronesien, im nördlichen Afrika und in Westasien. Zwischzeitlich kommt er in vielen Ländern als Neophyt vor.

Merkmale:

Der Gewöhnliche Feldsalat ist eine einjährige, meist winterannuelle, krautige Pflanze (Therophyt). Feldsalat bildet eine grundständige Blattrosette mit der sie überwintert. Die Stängel sind mehrfach gabelig verzweigt.

  • Wuchshöhe: 5-15 cm;
  • Blätter: ganzrandig, 5-30 mm lang, je nach Sorte breit oder schmal, rund oder spitz;
  • Blüten: weiss oder zart lila, fünfzählig, 1,5-2 mm (max. 3 mm) lang; in kleinen, gerundeten Trugdolden (Dichasien) stehend;
  • Blütezeit: April-Juni;
  • Früchte: kleine asymmetrische Nüsse, seitlich etwas zusammengedrückt, kurz zugespitzt, rundlich, glatt (unreif runzelig!), mit einer Furche; sie ist 2 bis 4 mm lang; nur 1 Samen enthaltend, 2 taube Fruchtfächer und eine schwammig verdickte Wand dienen als Schwimmeinrichtung.

Verwendung:

Feldsalat zählt zu den wenigen Gemüsesorten, die im Winter Saison haben. Beim Kauf sollten Sie kleinen kompakten Rosetten mit straffen Blättchen den Vorzug geben. Er ist meist sehr sandig und muss deshalb gründlich gewaschen werden.

Feldsalat hat ein pikantes, leicht nussartiges Aroma. Er schmeckt sehr gut mit einer kräftigen Essig-Nussöl-Marinade. Kräutersoße, Pfeffersoße, Specksoße oder Eiersoße passen ebenso gut zu ihm wie Knoblauch, Joghurt oder Sauerrahm. Besonders hübsch wirkt der Salat, wenn man die Röschen ganz lässt und nur das Wurzelende entfernt. Man kann ihn aber auch gerne mit den zahlreichen anderen Blattsalatsorten kombinieren.

Feldsalat vor dem Marinieren in einer Plastiktüte zehn Minuten in den Kühlschrank legen, dann wird er schön knackig!

Anbau:

Gesät wird von August bis Mitte Oktober dünn verteilt in Reihen mit 10 bis 15 cm Abstand. Man kann es sich jedoch auch einfacher machen und Setzlinge pflanzen. Feldsalat eignet sich sehr gut als Nachkultur z.B. für Gurken oder Tomaten. Den ganzen Winter über, ab November bis in den März hinein, kann geerntet werden.

Bei Temperaturen von mehr als 20 Grad wird jedoch die Keimung gehemmt, sodass die Haupterntezeit des Feldsalats von Oktober bis Dezember reicht. Bei einer Frühlingskeimung kann Feldsalat auch im Mai geerntet werden.

Beliebte Sorten (Auswahl)

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Inhaltsstoffe:

Ernährungsphysiologisch ist Feldsalat ein besonders wertvolles Gemüse. Von allen Salatarten weist er den höchsten Vitamingehalt auf, insbesondere an Folsäure, Vitamin B6 , Vitamin C und Provitamin A. Erwähnenswert ist außerdem der hohe Kaliumgehalt und der Gehalt an Eisen und Zink. Neben der Petersilie ist er einer der bedeutendsten Eisenlieferanten unter den Gemüsearten. Feldsalat enthält weiterhin reichlich ß-Carotin und Lutein.

100 g frischer Feldsalat enthalten 11 kcal, 1,9 g Eiweiß, 0,8 g Kohlenhydrate und 0,39 g Fett.

Medizinische Anwendung:

Wurzeln und Blätter enthalten das ätherische Baldrianöl, das magenberuhigend wirkt und auch als nervenstärkendes Mittel pharmazeutisch genutzt wird.

Valerianella locusta (L.) Laterr.

Gewöhnlicher Feldsalat (Valerianella locusta)

Systematik:

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida), Asteriden
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Gattung: Feldsalat (Valerianella)

Quellen und Links:

Bilder:

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