Pepino (Solanum muricatum)

Die Pepino

wird auch Melonenbirne oder Kachuma genannt.

Vorkommen & Herkunft:

Die ursprüngliche Herkunft der Pepino sind die Anden. Sie wächst in Höhenlagen von 1000 bis 3000 ü.M. und wurde bereits 800 bis 600 v.Chr. von den Indios angepflanzt.

Die Merkmale der Pflanze:

Die Pepino ist eine krautige, etwa 1 Meter hohe, stark verzweigende, ausdauernde Pflanze.Unter unseren klimatischen Bedingungen ist sie einjährig. Die hellgrünen Blättern sind länglich oval, einfach bis leicht gefiedert. Die Blüten sind zwittrig, selbstfertil und temperaturabhängig tiefblau bis weiß. Die Staubblätter sind kürzer als die Kronblätter, die Staubbeutel sind gelb.

Die meist eiförmigen Früchte werden 10 bis 20 cm groß und 150 bis 400 g schwer. Ihre dünne, glatte Schale färbt sich bis zur Reife von grünlich bis gelblich mit violetten Streifen. Das Fruchtfleisch ist gelblich orange bis goldgelb und sehr weich. Es enthält zwei Hohlräume mit wenigen Samen. Am Ende sind die Früchte alle mehr oder weniger spitz zulaufend. Botanisch sind es Beeren.

Verwendung in der Küche:

Die tropische Frucht kann als Obst oder als Gemüse angesehen werden. Gegessen werden die apfelgroßen, eiförmigen, dünnschaligen Früchte, die crémeweiß, aber auch grünlich oder blauviolett marmoriert sind. Sie schmecken süß und erinnern an eine Mischung aus Melone und Birne. Bei Zimmertemperatur reift sie nach und ist essreif, wenn die Schale aprikosenfarben gefärbt ist und das Fruchtfleisch auf Druck leicht nachgibt.

Die Pepino-Früchte eignen sich besonders gut als Beigabe zu Fruchtsalaten oder können auch wie Kürbisse zubereitet werden. Eine reife Pepino kann auch mit der Schale - wie Äpfel - einfach gegessen werden

Tipps:

  • Bei Vollreife gibt das Fruchtfleisch auf Druck leicht nach und die Frucht duftet intensiv.
  • Ingwer oder etwas Orangenlikör eignen sich sehr zum Würzen von Pepino-Gerichten.
  • Die Frucht ist gut lagerfähig, selbst bei Zimmertemperatur halten reife Früchte ca. 3 Wochen.

Anbau:

Sie wird heute in den warmen Andentälern von Kolumbien bis Chile, aber auch in Neuseeland, Florida, Kalifornien, der Schweiz und Südspanien angebaut.

In Mitteleuropa wird diese Pflanze meist im Topf gehandelt, es sind jedoch auch Samen erhältlich, aus denen Pflanzen gezogen werden können. Pepino-Pflanzen benötigen relativ viel Wasser und sollten außerdem während der Kultur etwa alle ein bis zwei Wochen mit einem Flüssigdünger gedüngt werden. Man kann die Pepino, wenn die Nachttemperaturen nicht mehr unter 10 °C sinken, ins Freie stellen.Es ist besonders auf sonnige Lagen und wind- und regengeschützte Standorte zu achten. Mit ihren dekorativen Früchten eignet sie sich sehr gut als Ampelpflanze auf dem Balkon oder der Terrasse. Überwintert kann diese Pflanze an einem hellen Ort bei ca. 15 °C im Haus werden; sie ist dabei mäßig feucht zu halten.

Von der Blüte bis zur Fruchtreife dauert es etwa 3 Monate. Die Früchte sind erntereif, wenn sie einen leichten Duft verströmen. Für eine sichere Kultur und gute Qualität ist der geschützte Anbau im Gewächshaus nötig. Die optimalen Temperaturen liegen tagsüber bei 18 – 25° C. Der Boden sollte humos und durchlässig sein. Nachdem die ersten Blüten erschienen sind, kann man blütenlose Äste aus der Pflanze herausschneiden, dies fördert die Fruchtbildung und deren Größe.

Pepinos können auch vegetativ durch Stecklinge vermehrt werden. Am besten schneidet man Stecklinge nach der Ernte, diese wurzeln meist innerhalb von zehn bis fünfzehn Tagen.

Inhaltsstoffe:

Die Pepinofrucht zeichnet sich durch hohe Fruchtzuckerwerte (bis 8.5%) und Vitamin C-Werte (35-70 mg/100g FG) aus. Mit nur 50 kcal/100 g sind Pepinos ein kalorienarmes Obst.

Medizinische Anwendung:

Die Blätter und die Früchte werden in der Volksmedizin Perus und Boliviens gegen verschiedene Leiden verwendet.

Solanum muricatum Aiton

Pepino (Solanum muricatum)

Systematik:

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung: Nachtschattenartige (Solanales)
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Gattung: Nachtschatten (Solanum)

Bilder/Video:

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