Wachskürbis (Benincasa hispida)

Vorkommen & Heimat Merkmale Verwendung Anbau/Kultur Inhaltsstoffe Medizinische Anwendung Systematik

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Der Wachskürbis

wird auch Wintermelone oder Wachsgurke genannt. Benincasa hispida ist eine robuste, einjährige Kletterpflanze mit bis zu 6 m langen Stängeln, die über den Boden kriechen oder an anderen Pflanzen sowie Spalieren emporklettern kann. Die Früchte besitzen meist eine dicke, weißlichen Wachsschicht, von der sich auch der Name Wachsmelone ableitet. Es gibt runde, ovale, längliche, behaarte und unbehaarte Formen, die bis über 30 kg schwer werden können. Vollreif mit Wachsschicht können sie problemlos über den Winter hinaus gelagert werden, daher werden sie auch als Wintermelonen bezeichnet.

Synonym: Benincasa pruriens f. hispida (Thunb.) De Wild. & Duyfjes.

Verbreitung/Vorkommen:

Der Wachskürbis stammt aus Süd-Ost-Asien, als Ursprungsgebiet gelten Papua-Neuguinea, die Salomonen und Queensland. Der Wachskürbis wird heute im gesamten tropischen Asien angebaut und wurde auch in andere tropische, subtropische und warmgemäßigte Teile der Welt (z. B. die Karibik) eingeführt.

Verbreitungskarte bei GBIF

Merkmale:

Der Wachskürbis bildet lange, verzweigte Lianen, die mehr oder weniger behaarten Ranken sind zwei- oder dreiteilig, sie entstehen an den Knoten. Die Pflanze ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blüten sind recht groß und gelb, die männlichen lang gestielt und die weiblichen fast sitzend.

  • Blätter: lang gestielt; wechselständig angeordnet; Blattspreite 20-25 cm, meist handförmig gelappt mit spitzem oberem Ende; Blattunterseite dicht und Blattoberseite spärlicher borstig behaart;
  • Blüten: fünfzählig, doppelte Blütenhülle; Kelchblätter 10-12 mm lang; Kronblätter gelb, verkehrt-eiförmig, bis 5 cm lang; männliche Blüten lang gestielt, fünf kurze Staubblätter (vier sind paarig verwachsen eines ist frei); weibliche Blüten fast sitzend, weichborstig behaarter Fruchtknoten mit kurzem Griffel und gelappter, welliger Narbe;
  • Früchte: Beeren (Panzerbeere, Scheinfrucht), unreif borstig behaart, grün mit weniger oder mehr hellen Flecken, reif meist mit dicker, weißlicher Wachsschicht; 20-60 cm lang; Fruchtfleisch weiß, knackig und saftig;
  • Samen: flach, eiförmig, beige, 10-15 mm lang.

Anbau:

Wachskürbisse sind auf einen nährstoffreichen Boden angewiesen, eine reichlich Beigabe von Mist oder Kompost wirkt sich günstig aus. Den Samen mit der Spitze nach unten ins Substrat stecken, da er sonst leicht faulen könnte. Mitte Mai bis Mitte Juni wird ins Freiland ausgepflanzt, die Abstände sollen ca. 1-1,5 m betragen. Ausserdem sollte man sie regelmäßig und durchdringend bewässern, 1-2 Wochen Trockenheit übersteht sie jedoch anschließend. Die Pflanze wird recht selten von Krankheiten und Schädlingen befallen.

In den Tropen sind 2 Ernten pro Jahr möglich.

Verwendung:

Geschmacklich liegt der Wachskürbis zwischen Gurke und Kürbis. Reife und unreife Früchte werden roh, gekocht oder eingemacht verwendet.

Sie werden z.B. zur Herstellung von Suppen benutzt oder wie Gemüse zubereitet. Am besten schmecken die unreifen Früchte gekocht als Gemüse. Junge Früchte können auch eingelegt werden. Junge Blätter und Blüten werden gedämpft und als Gemüse verzehrt oder zum Würzen von Suppen verwendet. Die öl- und eiweißreichen Samen können gekocht werden.

In Indien werden die Früchte in Stücke geschnitten in Zuckersirup gekocht und zu einem Konfekt namens Petha verarbeitet.

Wachs und Samenöl fallen als Nebenprodukte bei der Nutzung an. Das Wachs wird manchmal zu Kerzen verarbeitet.

Inhaltsstoffe:

Asche, Ascorbinsäure, Beta-Caroten, einfach ungesättigte Fettsäuren, Eisen, Elainsäure, Faser, Fettstoffe, Gesättigte Fettsäuren, Kalium, Kalk, Kohlehydrat, Linolsäure, Lysin, Magnesium, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Methionin, Natrium, Oxalsäure, Palmitinsäure, Phosphor, Protein, Stearinsäure, Tryptophan, Vitamine B1, B2, PP.

Der Wassergehalt der Früchte beträgt rund 96 Prozent, der Kohlenhydratgehalt ist sehr gering.

Medizinische Anwendung:

Samen, Früchte, Blätter und Wurzeln werden in Süd- und Ostasien in vielfältiger Weise als Heilmittel eingesetzt.

  • Nach der TCM soll Dong Gua (冬瓜) harntreibend, blutzuckersenkend, blutdrucksenkend und entzündungshemmend wirken.
  • Fiebermittel
  • Die essentiellen Fettsäuren aus dem Samenöl sollen die Haut sanft und geschmeidig machen.

Benincasa hispida (Thunb.) Cogn.

Wachskürbis (Benincasa hispida), Urheber: Francisco Manuel Blanco (O.S.A.)

Systematik:

Klasse:Magnoliopsida (Bedecktsamer), Rosiden
Ordnung:Cucurbitales (Kürbisartige)
Familie:Cucurbitaceae (Kürbisgewächse)
Gattung:Benincasa (Wachskürbisse)

Quellen und Links:

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