Gartenmelde (Atriplex hortensis)

Vorkommen & Heimat Merkmale Verwendung Anbau/Kultur Inhaltsstoffe Medizinische Anwendung

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Die Gartenmelde

wird auch Spanischer Salat, Spanischer Spinat und Orache genannt. Sie ist eine alte Gemüseart, die bereits zur Zeit des griechischen und römischen Altertums im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Die Gartenmelde ist mit den Römern nach Deutschland gekommen. Nachdem im 16. Jahrhundert der Spinat allgemein bekannt wurde, verlor die Nutzung der Melde an Bedeutung.

Verbreitung/Vorkommen:

Die Pflanze ist in Südeuropa und Vorderasien heimisch.

Verbreitung auf der Nordhalbkugel: Karte ansehen (externer Link)

Merkmale:

Die Gartenmelde ist schnellwüchsig, einhäusig, einjährig und es gibt sie in grünen, gelben und rotblättrigen Sorten. Sie beitzt einen aufrechten Stängel mit wechselständigen Nebentrieben. Je nach Varietät sind die Blüten grün oder rot. Die Bestäubung erfolgt meist durch den Wind.

  • Wuchshöhe: idR 30-120 cm (max. 2 m);
  • Blätter: ausgerandet oder gezähnt, gestielt, länglich-eiförmig bis 3eckig, bis 10 cm lang; wechsel- und gegenständig stehend;
  • Blüten: unscheinbar, in end- und seitenständigen, lockeren, traubigen oder rispigen Teilblütenständen stehend; weibliche Blüten von 2 großen, rundlichen, flachen, netzaderigen Vorblättern umgeben;
  • Blütezeit: Juli bis August;
  • Früchte: flachrunde Fruchthüllen mit einem Samen;

Anbau:

Gartenmelde liebt sonnige und halbschattige Plätze. Sie ist sehr anpassungsfähig und kommt mit nahezu allen Böden bestens zurecht.

  • Atriplex hortensis var. atrosanguinea: Die Blätter sind hellgrün, gelblich.
  • Atriplex hortensis var. hortensis: Die Blätter sind grün, rundlich und glattrandig.
  • Atriplex hortensis var. rubra: Die Stängel und Blätter sind rot.

Verwendung:

Die Triebspitzen der Gartenmelde können vielfältig wie Spinat als Gemüse und in Suppen verwendet werden. Junge Blätter können roh gegessen werden. Der Geschmack ist angenehm mild - nussig. Die Blätter können fortlaufend geernetet werden, solange die Pflanze noch keine Samen gebildet hat, dann werden sie bitter. Lässt man die Blätter nur kurz andünsten, behalten sie ihre Farbe, werden sie länger gekocht, geben sie die Farbe an das Kochwasser ab.

Die Samen können gekocht oder gemahlen werden und z.B. in geringen Mengen dem Mehl beim Brotbacken zugegeben werden.

Zierwert hat der aufrechte und verzweigte Samenstand, der entsprechend dem Laub die gleiche Färbung aufweist. Die Stiele können frisch und getrocknet in Blumengebinden verwendet verwendet werden.

Bereits im Mittelalter wusste man, dass man mittels der Gartenmelde Stoffe färben kann.

Inhaltsstoffe:

Die Inhaltsstoffgehalte der Gartenmelde sind denen des Spinates sehr ähnlich. Allerdings ist der Oxalsäuregehalt geringer. Gartenmelde enthält Vitamin A, B und C , Niacin, Kalium, Eisen und Magnesium. Der Vitamin C - Gehalt ist mit 30 - 50 mg pro 100 g Frischmasse relativ hoch. In der Volksmedizin war sie aufgrund ihres hohen Gehalts an Saponin in den Samen von Bedeutung.

Medizinische Anwendung:

Verwendet wird das Kraut, welches im Juli und August gesammelt wird.

  • Der Tee wird vor allem bei Lungen-, Blasen-, Nierenleiden und damit verbundene Hautprobleme verwendet. Er eignet sich auch zur Blutreinigung.
  • Im Kräuterbuch von von 1485 von Peter Schäffer wurde das Kraut bereits zur Erweichung von Geschwüren und zur Behandlung von Nagelbettentzündungen angeführt.

Atriplex hortensis L.

Gartenmelde (Atriplex hortensis)

Systematik:

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida), Eudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Gattung: Melden (Atriplex)

Quellen und Links:

infoflora.ch/de/flora/atriplex-hortensis.html
de.wikipedia.org/wiki/Gartenmelde

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