Brotfruchtbaum (Artocarpus altilis)

Der Brotfruchtbaum

ist seit der Kolonialzeit in vielen tropischen Gebieten anzutreffen. Seine Früchte zählen in vielen Gebieten zu den Grundnahrungsmitteln.

Die berühmte Meuterei auf der Bounty war durch Brotfruchtbäume bedingt, William Bligh sollte Pflänzlinge von Tahiti zu den Westindischen Inseln zu bringen. Sie sollten dort angebaut werden und seine Früchte sodann als preiswertes Nahrungsmittel für die Sklaven dienen.

Vorkommen & Herkunft:

Der Brotfruchtbaum stammt aus dem pazifischen Raum und Indonesien. Wahrscheinlich gelangte er bereits im 12. Jahrhundert nach Hawaii.

Heute wird der Brotfruchtbaum in rund 90 Ländern in Süd- und Südostasien, dem Pazifischen Ozean, der Karibik, Mittelamerika und Afrika angebaut.

Die Merkmale der Pflanze:

Der Brotfruchtbaum ist ein tropischer, immergrüner und breitkroniger Baum.

  • Wuchshöhe: max. 20-30 m;
  • Stamm: Durchmesser meist 60-120 cm; Borke graubraun; gelegentlich an der Stammbasis Brettwurzeln;
  • Blätter: in Blattstiel und Btattspreite geteilt, wechselständig oder schraubig stehend; Blattstiel dick und bis 7 cm lang; Blattspreite ledrig, eiförmig, meist gelappt bis eingeschnitten, bis zu 90 cm lang;
  • Blüten: getrennte männliche und weibliche Blütenstände; männliche Blüten gelb, in langen Kolben stehend, zwei- bis vierteiliges, röhriges Perianth , leicht vorstehendes Staubblatt; weibliche Blüten grün, in Köpfchen stehend, röhriges, verwachsenes Perianth, vorstehende Narben;
  • Früchte: grün, bei Reife geld- bis braungrün, rund bis eierförmig, 15-25 cm, idR 300g-3 kg schwer, max. 6 kg; dicke, warzige Schale; weißliches Fruchtfleisch mit brotähnlichen Struktur.

Alle Teile des Baumes enthalten Milchsaft

Verwendung in der Küche:

In den Tropen zählt die Brotfrucht zu den Hauptnahrungsmitteln. Die Brotfrucht wird noch grün geerntet, wird nach der Reife goldgelb und besitzt dann einen strengen, süßen Geschmack. Bei Vollreife ist die Frucht auch roh essbar. Gekochte unreife Früchte werden als Gemüse oder Mus verzehrt. Sie kann als Ganzes im Ofen gebacken oder wie Kartoffeln geröstet oder gekocht werden. Auf jeden Fall muss die Frucht vorher geschält werden.

Anbau:

Der Brotfruchtbaum wird heute in Asien, Afrika, auf Hawaii, in Mittelamerika und in der Karibik als Nutzpflanze angebaut. Der Nährstoffbedarf ist mäßg bis hoch. Es können bis zu drei Ernten jährlich erfolgen.

In unseren Breiten kann er ganzjährig in beheizbaren Wintergärten oder lichtreichen Wohnräumen gehalten werden. Er sollte im Sommer sonnig und warm, aber nicht heiß, und luftfeucht stehen. Der Standort im Winter sollte hell bei 20 °C (+/- 5) °C sein. Ein kurzfristiges Temperaturminimum von 5 °C überlebt er.

Inhaltsstoffe:

Die Brotfrucht enthält viel Stärke und ist reich an Ballaststoffen. Das aus den getrockneten Fruchtfleisch gewonnene Mehl mit seinem hohen Nährwert enthält unter anderem bis zu 75% Stärke, bis zu 31% Zucker, bis zu 5% Eiweiß und bis zu knapp 2% Prozent Fett.

Medizinische Anwendung:

In der Volksmedizin werden verschiedene Teile der Pflanze verwendet, zB:

  • geröstete Blüten gegen Zahnschmerzen;
  • der Milchsaft bei Verstauchungen und Prellungen;
  • die Rinde bei Kopfschmerzen;

Weiterführende Informationen bei Useful Tropical Plants (in englisch)

Artocarpus altilis (Parkinson) Fosberg

Brotfruchtbaum (Artocarpus altilis)

Urheber/Quelle/lizenz: 发, Wikimedia, CC BY-SA 3.0

Systematik:

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida), Rosiden
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Maulbeergewächse (Moraceae)
Gattung: Brotfruchtbäume (Artocarpus)

Synonyme: ua
Artocarpus communis J.R.Forst. & G.Forst.
Artocarpus incisus (Thunb.) L.f.
Artocarpus rima Blanco

Bilder:

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