Wermut (Artemisia absinthium)

Der Gemeine oder Echte Wermut

wird auch Grabkraut, Magenkraut, Bittere Beifuß, Alsem oder Absinth genannt. Der Ausdruck "Wermutstropfen" spielt auf die Bitterkeit des Wermuts an.

Verbreitung/Vorkommen:

Wermut kommt natürlich iin Europa, Asien, sowie in Nordafrika vor. Er bevorzugt kalkhaltige und nährstoffreiche Böden und ist eher in trockenen Lagen anzutreffen.

Verbreitung auf der Nordhalbkugel: Karte ansehen (externer Link)

Die Merkmale der Pflanze:

Das Wermutkraut ist ein ausdauernder, meist aufrechter und verzweigter Halbstrauch, der aromatisch riecht. Die Stängel sind graufilzig und unten verholzend.

  • Wuchshöhe: 30-80 (max. 150) cm;
  • Blätter: 2-3fach fiederschnittig, mit 1-3 mm breiten Zipfeln, beidseits graufilzig, untere lang gestielt, obere kurz gestielt oder sitzend;
  • Blüten: gelbe, in Rispen stehende Blütenkpfchen, 3-4 mm im Durchmesser; Röhrenblüten, keine Zungenblüten; äüßere weiclich, innere zwittrig;
  • Blütezeit: Juli bis September;
  • Früchte: Achänen, 0,5-2 mm lang, ohne Pappus;
  • Wurzeln: waagerecht wachsendes Rhizom.

Verwendung:

Sein Geschmack ist würzig und sehr bitter. Zum Würzen verwendet man die Blätter. Die Blätter kann man nur zusammen mit Pfeffer, Salz, Zwiebel und Knoblauch verwenden. Wermutwein ist ein roter oder weißer Wein, der mit Wermut und anderen Kräutern aromatisiert wird. Wermutwein unterstreicht den Kräutergeschmack von Mittelmeerkräutern.

Mit Wermut würzt man Eisbein, Schweinerücken, fetten Hammelbauch (anstatt Lorbeerblatt oder Beifuß). Mit Wermutwein würzt man z.B. Muschelsuppe.

Anbau:

Das Wermutkraut bevorzugt magere, gut durchlässige Böden und einen sonnigen Standort. Die Aussaat erfolgt von Ende April bis Mai, die Samen sind Lichtkeimer, also nicht mit Erde abdecken.

Im Herbst kann die Pflanze auch durch Wurzelteilung vermehrt werden.

Inhaltsstoffe:

Wermut enthält bis zu 1,5% ätherisches Öl, das wiederum bis zu 8 Zehntel aus Thujon besteht.

Medizinische Anwendung:

  • Wermut wird in der Naturheilkunde seit dem Mittelalter wie ein Allheilmittel verwendet.
  • Wermuttee hilft bei Magenbeschwerden und reguliert die Leber-, Gallen- und Nierentätigkeit.
  • Stimuliert die Gebärmutter und die Menstruation; kann Frühwehen auslösen, daher während der Schwangerschaft und des Stillens vermeiden.

Artemisia absinthium L.

Wermut (Artemisia absinthium)

Systematik:

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida), Asteriden
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Gattung: Beifuß (Artemisia)

Bilder:

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