Dill (Anethum graveolens)

Der Dill

ist ein vielseitig verwendbares Gewürz und wird seit altersher als Heilpflanze genutzt. Er wird auch Dille, Dillfenchel, Gurkendill, Gurkenkraut, Kukumerkraut oder Tiglschleim genannt. Die Ägypter schätzten ihn ebenso wie die Griechen und Römer.

Verbreitung/Vorkommen:

Dill ist in Vorderasien und Südeuropa beheimatet. Dill ist seit vorgeschichtlicher Zeit bekannt und wird heute fast weltweit als Gewürz angebaut.

Dill liebt einen durchlässigen, locker humosen Boden und einen sonnig warmen Standort. Er ist heute überall in Europa heimisch und hat sich außer in Nord-, Mittel- und Südamerika auch in Süd- und Ostafrika verbreitet. Er wächst bevorzugt auf Ruderalflächen.

Die Merkmale der Pflanze:

Die einjährige, stark aromatisch duftende Pflanze wird 40-125 cm hoch. Ihre fein gerillten und hohlen Stängel sind bläulich bereift und tragen dunkelgrün gefiederte Blätter. Diese riechen beim Zerreiben aromatisch. Die oberen Blätter sind weniger reich gegliedert als die unteren und enden in sehr dünnen, fädigen Blattzipfeln. Von Juli bis September erscheinen mehrstrahlige Blütendolden. Die zartgelben Blüten, bringen zahllose, eiförmige Samen hervor, die in zwei Teilfrüchte zerfallen.

Verwendung in der Küche

Der Duft und der Geschmack des würzigen Krautes ist angenehm aromatisch und besonders charakteristisch. Er dient als Gewürz für Suppen, Soßen, Salate, Fischgerichte, Krabben und Krebse. Dill wird vielfach als Gewürz zum Einlegen von Gurken verwendet. Getrocknete Dillsamen können wie Kümmel verwendet werden.

Tipps:

  • Frischen Dill sollte man möglichst nicht mitkochen, weil sich dann das geschmacksgebende ätherische Öl verflüchtigt.

Anbau:

In jedem Kräutergarten wird Dill für den überwiegend häuslichen Bedarf gezogen und steht so für den täglichen Bedarf fast das ganze Sommerhalbjahr zur Verfügung. Wird er feldmäßig angebaut, wartet man mit der Ernte bis kurz vor oder Anfang der Blütezeit, um die zu dieser Zeit stärkste Würzkraft auszunutzen. Dann wird das ganze Kraut geschnitten. Eine spätere Ernte zur Vollreifezeit bevorzugt man, wenn man Dillsaat gewinnen will. Diese wird geerntet sobald die Dillkörner bräunlich werden.

Inhaltsstoffe:

Ein stark duftendes ätherisches Öl (Carvon, Dillapiol, Limonen) verleiht den Blättern und Samen des Dills das charakteristische, angenehme Aroma. Weitere Inhaltsstoffe sind neben Öl, Harz und Gerbstoff die Mineralstoffe Kalium, Schwefel und Natrium und viele Vitamine.

Medizinische Anwendung:

  • Dill ist als Magenmittel bekannt. Er hilft bei Verdauungsstörungen wie Magenverstimmungen, Koliken, Blähungen (besonders in Mitteln gegen Bauchschmerzen bei Kleinstkindern).
  • Des weiteren wird Dill bei Husten, Erkältungskrankheiten und bei Grippe unterstützend eingesetzt.
  • krampflösend
  • Er appetitanregend, nervenberuhigend, beugt Infektionen vor und stärkt das Immunsystem.
  • Er wird auch als harntreibendes Mittel verwendet.
  • Das Oleum Anethi soll antibakteriell und pilztötend wirken.
  • Das ätherische Öl sollte nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Anethum graveolens L.

Dill (Anethum graveolens)

Systematik:

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida), Asteriden
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Gattung: Dill (Anethum)

Bilder:

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