Die Pflanzen der Welt von A bis Z

Spargel (Asparagus)

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Gemüsespargel (Asparagus officinalis)

Klasse:
Bedecktsamer (Magnoliopsida)

Ordnung:
Spargelartige (Asparagales)

Familie:
Spargelgewächse (Asparagaceae)

Gattung:
Spargel (Asparagus)

Gemüsespargel (Asparagus officinalis) Gemüsespargel (Asparagus officinalis)

Bilder 2 und 3: Urheber H. Zell

Gemüsespargel oder Gemeiner Spargel (Asparagus officinalis)

Spargel ist eine Gattung aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Das königliche Gemüse wurde bereits vor mehr als 5000 Jahren den alt-ägyptischen Pharaonen als Delikatesse serviert. Wandmalereien und Fresken von Spargelmahlzeiten in den Königspyramiden legen Zeugnis davon ab. Die Herrscher des Altertums kannten allerdings nur den Wildspargel. Erstmals kultiviert wurde Spargel wohl von den Römern um 200 vor Christus. In Deutschland wird der Spargel seit dem 16. Jahrhundert kultiviert.

Der in Erdwällen herangezogene weiße Bleichspargel kam erst Anfang des 19. Jahrhunderts auf.

(siehe auch: Grünspargel)

Die Merkmale der Pflanze:

Spargel ist eine mehrjährige Staude, bei der nur der etwa 35 cm tief unter der Erdoberfläche liegende Wurzelstock (Rhizom) überwintert. Jährlich im Frühjahr treibt Spargel daher mehrere Sprosse, die als Spargel geerntet werden. In langen Reihen ziehen sich kleine Erdwälle über die Spargelfelder. Unter ihnen stecken die Wurzelstöcke, aus denen sich die Stangen durch die Dunkelheit bis an die Oberfläche schieben. So bleiben sie schön weiß.

Nach der Ernte bilden die verbliebenen Sprosse das Spargelgrün oder Spargelkraut.

Inhaltsstoffe:

Spargel ist eine energiearmes, dafür jedoch nährstoffreiches Gemüse mit einem hohen Vitamin C - und Folsäureanteil. Inhaltsstofftabelle ansehen

Verwendung in der Küche:

Obwohl die meisten Menschen gekochten Spargel bevorzugen, ist es natürlich auch möglich, rohen Spargel zu essen. Allerdings muss bei ungekochtem Spargel auf das zumeist gewüschte Spargelaroma verzichtet werden. Die im Spargel enthaltene Asparaginsäure entfaltet nämlich erst durch das Kochen ihren typischen Geschmack.

Bleichspargel sollte geschält werden! Benutzen Sie einen Kartoffel-, Gemüse- oder am besten einen speziellen Spargelschäler. Schälen Sie vom "Kopf” in Richtung Schnittende.

Frischen weißen oder violetten Spargel wird - je nach Dicke - 15 bis 20 Minuten in kochendem Wasser (mit etwas Salz, Zucker und Butter) zubereitet. Grünspargel braucht nur etwa 10-15 Minuten gekocht werden. Starke Gewürze und viel Zitronensaft im Sud verderben das feine Spargelaroma. Garprobe: mit einem Küchenmesser oder einer Gabel in ein Spargelende einstechen - es sollte weich sein, aber noch etwas Widerstand bieten.

Tipps:

  • Frischen Spargel erkennt man an fest geschlossenen Spitzen und jeweils gleichmäßigem Durchmesser. Die Spargelenden sollten nicht ausgetrocknet sein.
  • Da Spargel zu den nitratarmen Gemüsesorten gehört, kann Spargel nach dem Kochen problemlos wieder aufgewärmt werden.
  • Spargel schmeckt bitter, wenn er zu dicht am Wurzelstock gestochen wird.
  • Das Spargel-Kochwasser ist als aromatischer Suppenfond weiterzuverwenden.

Medinzinische Anwendung:

  • Es wird dem Spargel eine entwässernde bzw. harntreibende Wirkung nachgesagt, da er selbst auch zu 95% aus Wasser besteht. Durch den vermehrten Harndrang wird die Nierentätigkeit angeregt. Es kommt zur vermehrten Ausscheidung von Stoffwechselprodukten. Leber, Niere und Lunge werden somit in ihrer Funktion unterstützt. Ebenso wird das Herz – Kreislaufsystem durch die entwässernde Wirkung entlastet.
  • Auf Spargel verzichten sollten unbedingt die Menschen, die einen Hang zu Nierensteinen oder Nierenentzüdungen haben sowie unter erhöhten Harnsäurewerten leiden. Hier ist es empfehlenswert einen Arzt zu konsultieren und ihn um Rat zu fragen. Auch bei einer sogenannten Spargelallergie, der Spargelkrätze, sollte auf das Gemüse verzichtet werden.
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