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Baumlexikon: Ahorne (Acer)

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Fächerahorn (Acer palmatum)
Bild: Rüdiger Wölk
Klasse:
Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida)
Ordnung:
Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie:
Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Unterfamilie:
Rosskastaniengewächse (Hippocastanoideae)
Gattung:
Ahorne (Acer)
Blüten vom Fächerahorn
Bild: SB_Johnny (wikimedia.org)
Blätter und Samen vom Fächerahorn
Bild: Tomomarusan (wikimedia.org)

Fächerahorn (Acer palmatum)

Der Fächer-Ahorn wird auch Japanischer Ahorn genannt und ist ein sehr beliebter Baum in Gärten und Parkanlagen. Sein Name leitet sich vom lateinischem 'palma' ab, was Handfläche heißt und sich auf die  Blattform bezieht. Insgesamt kommen inzwischen circa 300 bis 500 Sorten vor.

Vorkommen & Herkunft:

Ursprünglich stammt der Fächerahorn aus Japan und Korea. In unseren Breiten ist er vorwiegend in Gärten und Parkanlagen anzutreffen.

Die Merkmale der Pflanze:

Der oft mehrstämmige Baum oder Großstrauch ist ein Flachwurzler und wächst breitbuschig mit schirmartig geneigten Ästen. Er wird 5 bis 10 m hoch und seine Krone erreicht einen Durchmesser 5 - 8 m. In unseren Breiten wächst er sehr langsam. Seine handförmig gespaltene Blätter sind hellgrün, kreuzgegenständig, mit schwanzartiger Spitze, herzf örmigem Grund und gesägtem Rand. Sie werden 5 -10 cm lang und 5 -10 cm breit. Im Herbst färben sie sich leuchtend rotorange. Seine graue oder grüngraue Borke ist glatt oder feinschuppig. Die Zweige sind grün oder purpurrot.

Er blüht im Mai bis Juni mit roten, später bräunlichen Blütentrauben. Die Kronblätter sind cremeweiß. Aus den Blüten entwickeln sich kleine Nüsschen mit "Flügeln". Die Spaltfrucht wird 1 - 2 cm lang. Die Fruchtflügel sind abgeflacht und stumpfwinklig bis waagrecht gespreizt. Bei Reife zerfallen sie in zwei einzelne, geflügelte Teilfrüchte.

Anbau:

Der Fächer-Ahorn ist im allgemeinen recht anspruchslos und bodentolerant. Er bevorzugt durchbrochene Sonne oder sehr hellen Halbschatten, einen windgeschützten Standort und nährstoffreichen, feuchten, wasserdurchlässiger Boden. Er ist empfindlich gegen Staunässe und nicht salzverträglich. In der Jugend bzw. nach der Pflanzung benötigt er Winterschutz. Eine Düngung mit Patentkali im September erh öht die Winterhärte der Triebe. Falls erforderlich, sollte er von Zeit zu Zeit ausgelichtet werden. Schneiden sollte man ausschließlich im Sommer und dann nicht zu viel. Die Vermehrung erfolgt durch Samen und durch Pfropfen.

Sorten:

  • Arakawa: Diese Variante bildet eine sehr rissige und starke Borke, die dem Baum schnell ein altes Aussehen verleiht. Daher ist bei Bonsaigestaltern sehr beliebt.
  • Atropurpureum: Diese Sorte weist einen roten Austrieb auf, der im Sommer stark vergrünt. Besonders der Neuzuwachs hat eine intensive Färbung.
  • Bloodgood: Sch öne Sorte mit tiefroten Blättern und leuchtend roter Herbstfärbung. Sie ist eine verbesserte Züchtung von Atropurpureum.
  • Deshojo: Er treibt im Frühjahr in einem sehr intensiven Rot aus, vergrünt aber anschließend vollständig und ist eine der beliebtesten Sorten bei der Bonsaigestaltung.
  • Dissectum: Beim Schlitz-Ahorn sind die Blattfinger nochmals zusätzlich geschlitzt und er geh ört zuden am langsamsten wachsenden Sorten. Er besitzt sehr fein zerteilte, grüne Blätter mit gelboranger Herbstfärbung und einen sehr ausladender Wuchs mit waagerecht ausgebreiteten bis leicht hängenden Ästen und Zweigen.
  • Katsura: Diese Variante hat gelbe Blätter mit einem feinen orangefarbenen bis roten Rand
  • Kotohime: Diese Sorte bildet seine kleinen, grünen Blätter sehr nah an den Zweigen und Ästen aus, so dass diese fast vollständig verdeckt werden.
  • Orange Dream: Eine Variante mit orangefarbenem Blattaustrieb, später gelbgrün bis hellgrün. Im Herbst färbt sich das Laub orangerot.
  • Sharp's Pygmy: Eine Zwergsorte mit sehr schwachem Wuchs und kleinen Blättern. Sie ist besonders gut für Kübel geeignet.

Verwendung:

Der Fächer-Ahorn ist ein schönes Solitärgehölz für Gärten, Innenhöfe oder Parkanlagen. Die kleinen bis mittelgroßen Sorten eignen sich sehr gut für eine Kultur im Kübel. Er ist auch unter Bonsai-Fans sehr beliebt, da er von Natur aus schwachwüchsig ist und sich leicht formen lässt.

Tipps:

  • Alle Sorten des Fächer-Ahorns werden auf nassen, schweren Böden leicht von der Verticillium-Welke befallen. Der Pilz dringt über die Wurzel in die Pflanze ein und verstopft die Leitungsbahnen. Sodann trocknen einzelne Astpartien der Krone ein und sterben ab. Durch Umpflanzen kann man ihn eventuell retten. Die abgestorbenen Triebe herausschneiden und an einem neuen Standort mit neuem Grund (Sand und reifer Kompost).
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